Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft – Darf man überhaupt Medikamente nehmen?

In der Schwangerschaft kann es durch den veränderten Hormonspiegel und dem heranwachsenden Menschen im Bauch zu verschiedensten Beschwerden kommen. Auch Kopfschmerzen und Migräne kommen vor, jedoch zählen diese laut Aussagen von Gynäkologen nicht zu den klassischen Symptomen bei Schwangeren. Nun haben noch dazu viele der Betroffenen Angst Medikamente dagegen einzunehmen. Was also tun? Welche Hausmittel sind wirksam und helfen?

Wieso Kopfschmerzen in der Schwangerschaft?

Durch die hormonellen Veränderungen klagen viele der Schwangeren vor allem zu Beginn der Schwangerschaft über Übelkeit, Müdigkeit und Kopfweh. Wer noch gut zu Fuß ist, kann mit einer Runde an der frischen Luft ein bisschen gegensteuern. Einfach eine Kopfschmerztablette einzunehmen, davor fürchten sich viele aber. Sie sind unsicher, ob es dem Baby schaden könnte.

Frauenärzte empfehlen vor allem auf die Grundversorgung zu achten, um Kopfschmerzen in der Schwangerschaft vorzubeugen.

teeDazu zählen in erster Linie, dass die werdende Mama genug Schlaf bekommt und ausreichend trinkt. Zudem gehen Kopfschmerzen oft Hand in Hand mit niedrigem Blutdruck. Gegen diesen kann die Schwangere auch mit der Ernährung und genug Bewegung entgegenwirken. Insgesamt sollte Bewegung in der Schwangerschaft gefördert werden.

Gegen niedrigen Blutdruck ist übrigens auch Kaffee akzeptabel, denn wider Erwarten ist auch dieser bei Schwangeren nicht verboten, wie die Ärzte raten. 2-3 Tassen Kaffee pro Tag sind völlig in Ordnung und sind ebenso ein natürliches Kopfschmerzmittel.

Wichtig ist, zunächst mit der zuständigen Ärztin abzuklären, worum es sich genau handelt, denn Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen.

Ursachen und Risiken

Mit der versierten Ärzten kann zum Beispiel ermittelt werden, dass die Kopfschmerzen von Eisenmangel und damit einhergehender Blutarmut herrühren, was gerade in der Schwangerschaft oft vorkommt. Mit Eisentabletten und Ernährungsumstellung kann der Eisenhaushalt wieder aufgefüllt werden.

Eine der häufigsten Ursachen bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sind jedoch psychisch bedingt. Sogenannte Spannungskopfschmerzen rühren her von der allgemeinen Anspannung bezüglich der Geburt und des bedeutsamen neuen Lebensabschnittes, indem sich die werdende Mami befindet. Keine leichte Aufgabe, der sie gegenübersteht und so legt sich der innere Druck auf die Nackenmuskeln und zieht dann in den Kopf hoch. Ergo: Kopfschmerzen.

Grundsätzlich sollte Schwangere Entspannungstechniken wie Yoga, Muskelentspannung oder auch Tanzen in ihrem Alltag integriert haben. Sicherlich gefällt jedem etwas anderes, aber Entspannungsmomente sind sehr wichtig für Mutter und Kind. Auch das zählt zur Grundversorgung in der Schwangerschaft.

Migräne

Migräne-Patienten profitieren meist vom Hormonumschwung in Zeiten der Schwangerschaft. Etwa ein Fünftel der Frauen in Deutschland klagen im Alltag über Migräne. Stress, Konflikte und Schwierigkeiten äußern sich rasch in einer Migräneattacke. Bei “routinierten” Migräne-Patientinnen setzen diese oft aus, während sie schwanger sind. Allerdings kommt es auch vor, dass bei manchen Frauen erst Migräneanzeichen mit der Schwangerschaft einsetzen.

Kopfschmerzen und Übelkeit

Bereits die normale Schwangerschaftsübelkeit ist für viele kaum zum Aushalten. Doch kommt sie jetzt noch mit Kopfschmerzen gepaart, fühlen sich viele hundsmiserabel. Was kann man tun?

Welche Medikamente darf ich in der Schwangerschaft nehmen?

Man muss nichts aushalten, jedoch ist die Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft nur eingeschränkt möglich. Bei rasenden Kopfschmerzen dürfen nach Angaben von Frauenärzten Schmerztabletten wie Paracetamol eingenommen werden. Wichtig: Nur einmal die Woche und auf keinen Fall täglich. Das kann dem Baby nicht gut bekommen. Studien zufolge kann die Einnahme der Schmerzmittel Risiken für das Kind ergeben, Asthma oder ADHS zu bekommen. Daher nur einmal in der Woche und den Arzt konsultieren.

TablettenEin anderes höchst begehrtes Kopfschmerzmedikament ist Ibuprofen oder Acetylsalicysäure. Ibus sind eigentlich während der gesamten Schwangerschaft zu vermeiden. In Ausnahmefällen kann es zu Missbildungen des Herzens beim Baby kommen. Außerdem sorgt die Acetylsalicysäure für Verlängerung der Blutungszeit. Die Risiken des vermehrten Blutverlustes aus Geburtswunden und Dammrisse sind gegeben.

Frauenärzte empfehlen bei heftigen Migränesymptome in der Schwangerschaft Triptane zu nehmen. Vom Arzt verschrieben dürfen sie über die gesamte Dauer der Schwangerschaft eigenommen werden.

Besser zum Arzt

Bei spontan einsetzenden rasenden Kopfschmerzen, besonders wenn sie von Wahrnehmungseinschränkungen begleitet werden, sollten Schwangere aber dringend zum Arzt. Wer meint, plötzlich Sternchen vor den Augen zu sehen oder kleine Blitze, soll nicht zögern, den Arzt zu kontaktieren. Es geht um die Sicherheit von Mutter und Kind. Der Hausarzt untersucht dann zuerst Blutdruck und Herzfrequenz. Dies gibt Aufschluss über mögliche Schwangerschaftskomplikationen.

Hausmittel gegen Kopfschmerzen – Schnelle Hilfe für Zuhause

hausmittel gegen schmerzenEin bewährtes Hausmittel, das schnelle Hilfe bei Kopfschmerzen verspricht, ist es sich verdünntes Pfefferminzöl oder ätherische Öle auf die Stirn und Schläfen zu reiben. Ayurvedische Hausmittel dieser Art wurden schon vor Tausenden von Jahren bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt und tun ihren Dienst bis heute. Ein kleines Riechfläschchen in der Tasche bei sich zu haben, ist somit nicht verkehrt.

Ein weiteres Hausmittel ist mit Wärme und Kälte gegen Kopfschmerzen zu agieren. Ein Kirschkernkissen in den Nacken zu legen oder ein kühlendes Gelkissen sind gute Methoden, sich selbst zu beruhigen. Gerade Spannungskopfschmerzen reagieren gut auf Wärmebehandlungen. Zusammengefasst kommen hier aber die 5 besten Tipps gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft:

5 Tipps gegen Kopfschmerzen

Tipp 1 – Ein warmes Fussbad wirkt entspannend.

Tipp 2 – Homöopathie wie Tee und ätherische Öle auf Stirn und die Schläfen massieren

Tipp 3 – Akupressur – Leichte Druckmassagen an Schläfen, Kopf und Nacken können Wunder wirken. Auch wer mit der klassischen chinesischen Medizin nicht so viel am Hut hat, kann seine Kopfschmerzen selbst wegmassieren, indem er sich eine Viertelstunde mit sanfter Selbstmassage am Kopfbereich behandelt.

Tipp 4 – Entspannung jeglicher Art – Je nachdem, was gut tut, sollten Entspannungspausen auch Wirkung gegen Kopfschmerzen zeigen. Eine Tasse Tee, 5 Minuten Meditation oder sich nur mit schöner Musik aufs Bett zu legen, bringt den ganzen Körper wieder zur Ruhe.

Tipp 5 – Den Moment annehmen – Wohl der wichtigste Tipp: Wenn du Kopfschmerzen und andere Symptome von deinem Körper bekommst, gönn dir eine Auszeit und nimm an, was da ist. Dein Körper spricht dann zu dir und möchte dir sagen, dass du dir etwas Ruhe geben darfst.

Gerade, weil viele in der Schwangerschaft noch arbeiten, kann es neben all den anderen Stressoren zu Kopfschmerzen kommen. Da Tabletten nur eingeschränkt eingenommen werden dürfen, sollte die werdende Mama gut auf sich aufpassen. Erfahrungen zeigten, wer sich gut spürt und viele entspannende Auszeiten mit in seinen Tag einbaut, der tut sich und dem Baby etwas Gutes.

This website is also available in: enEnglisch esSpanisch

Paula

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.