Einnistungsblutung

Fruchtbarkeitstest für den Mann – so checkt man seine Fähigkeit Kinder zu zeugen

Das Problem der ungewollten Kinderlosigkeit ist für Paare in Deutschland ziemlich akut. Jedes sechste Paar hätte gern Kinder, hat damit aber keinen Erfolg. Und etwa in der Hälfte aller Fälle sind tatsächlich die Männer dafür verantwortlich. Für Frauen gibt es unglaublich viele, transparente und allgemein bekannte Untersuchungsmöglichkeiten ihre Fruchtbarkeit zu analysieren. Aber wie sieht es diesbezüglich für die Männer aus? Wie kann er seine Fruchtbarkeit testen? Tatsache ist, dass es auch für sie eine ganze Palette an Möglichkeiten gibt der Frage „Warum unfruchtbar?“ auf den Grund zu gehen.

Wir haben hier eine Liste mit Untersuchungsmethoden zusammengestellt, mit der Du dich innerhalb einer sehr komplexen Thematik gut zurechtfinden kannst.

Warum bin ich unfruchtbar? Der Test beim Urologen

Die Gründe für die Frage „Warum unfruchtbar?“ können komplex und vielschichtig sein. Mit einer reinen Samenanalyse ist es oft meist nicht getan. Deshalb ist es ratsam zunächst einen Spezialisten aufzusuchen, der Dich nicht nur untersucht, sondern auch entscheidende Fragen zu Krankheitsgeschichte und Lebensstil stellt.

Test bei UrologenMögliche Gründe für eine – vielleicht nur temporäre – Zeugungsunfähigkeit – können nämlich eingenommene Medikamente, vorherige Operationen oder ein ungesunder Lebenswandel sein. Außerdem wird ein guter Allgemeinarzt auch Probleme in Partnerschaft und Sexualverhalten benennen können.

Ein weiteres Problem können Varikozelen – abnorme Venenbildungen über dem Hoden – sein. Diese lassen sich zum Beispiel mittels einer Operation korrigieren. Der erste Test bei Urologen das zeigen Erfahrungsberichte – ist in den meisten Fällen der erste Schritt auf dem Weg seine Zeugungsunfähigkeit zu testen.

3 Fakten, die Du über den Test der Zeugungsunfähigkeit kennen solltest

1. Wie wird getestet?

Der am häufigsten verwendete männliche Fruchtbarkeitstest ist eine sogenannte Samenanalyse. Dies gibt Deinem Arzt eine Grundlage für die Beurteilung Deiner Spermienproduktion. Die Samenanalyse zeigt, wie viel Spermien ein Mann im Samen hat, wie „normal“ diese beschaffen sind, wie hoch ihre Mobilität ist und ob sie sich in die richtige Richtung bewegen. Dazu ein sehr interessanter Fakt: nur 15 Prozent aller Männer mit Fruchtbarkeitsproblemen haben auch genügend und genügend „normales“ Sperma.

2. Welche Rolle spielt die Spermienproduktion?

Nach Zahlen sieht das wie folgt aus: Labor-Analytiker achten darauf, dass mindestens 50 bis 60 Prozent der Samenzellen normal geformt sind und dass sie weiß bis grau sind und eine opaleszierende Färbung aufweisen. Sie beurteilen auch, ob sich das Sperma eine Stunde nach der Ejakulation normal bewegt oder nicht – die Bewegung der Spermatozoen insgesamt wird auf einer Skala von null bis vier bewertet. Zusätzlich überprüfen die Techniker, dass die Probe einen normalen pH-Wert hat, der zwischen 7,2 und 7,8 liegt. Das Volumen des Ejakulats sollte zwischen 1,5 und 5,0 Milliliter und die Anzahl der Spermien zwischen 20 und 200 Millionen pro Milliliter liegen.

3. Man kann auch anonym zu Hause testen – Wie hoch sind die Kosten?

Um anonym testen zu können und um Fruchtbarkeitstest Kosten zu sparen, versuchen viele die notwendigen Labortests zum umgehen und lieber zu hause zu testen.

Fruchtbarkeit zu hause testenDabei greifen sie auf Samenanalysen zurück, die wie Schwangerschaftstests funktionieren und im Preis zwischen 20 und 100 Euro in jeder Apotheke zu bekommen sind. Dabei wird ein Teststäbchen in ein frisches Ejakulat gestellt und dieses zeigt dann an, ob Du mehr oder weniger als 20 Millionen Spermien pro Milliliter hast.

Private Samen-Analysen sind gut, um anonym zu testen und um Fruchtbarkeitstest Kosten zu sparen. Sie können zugegeben auch eine erste Neugier befriedigen, sind allerdings auf gar keinen Fall ein qualifizierter Ersatz für eine seriöse Laborsamenanalyse.

Das sind weitere Tests, mit denen Du den Grund Deiner Unfruchtbarkeit finden kannst

Wie funktioniert der Hormon-Test?

Die Produktion der Spermien wird von Hormonen wie zum Beispiel Testosteron bestimmt. Allerdings solltest Du auch hier die notwendigen Fakten kenne. Denn Hormone sind lediglich bei 3 Prozent der unfruchtbaren Männer der Grund ihrer Zeugungsunfähigkeit. Und umgedreht bedeutet ein normaler Hormonspiegel eben auch nicht, dass kein Fruchtbarkeitsproblem vorliegt. Um allerdings auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du auch hier die Gründe Deiner Zeugungsunfähigkeit testen und überprüfen, ob folgende Zahlen im „grünen Bereich“ sind.

FSH ist die Abkürzung für Follikel stimulierendes Hormon, welches sich maßgeblich für die Spermienproduktion verantwortlich zeichnet. Dessen Normalwerte liegen bei 5 bis 10 mlU/ ml (milli Internationale Units pro Milliliter). Das andere wichtige Hormon ist das männliche Sexualhormon Testosteron. Hier liegt der normale Bereich bei 300 bis 1.100 Nanogramm pro Deziliter.

Der Gen-Test – weitere Gründe für eine mögliche Unfruchtbarkeit

Es gibt verschiedene Gründe der Unfruchtbarkeit, die auf genetisch bedingte Fehlfunktionen zurückzuführen sind. Dazu zählt zum Beispiel die Produktion abnormaler Antikörper, die das Sperma schon auf dem Weg in den Körper der Frau angreifen und beschädigen. Es gibt auch das Problem der rückwärts gewandten Ejakulation, bei der das Sperma auf dem falschen Weg in die eigene Blase gelangt. Andere haben beschädigte oder gar nicht existierende Samenleiter, auch das kann genetische Ursachen haben. Und natürliche sind Gene auch für alle Prozesse der gesamten Befruchtung verantwortlich. Deshalb sind Gen-Tests überaus gebräuchlich, wenn es um die Suche nach den Gründen der Zeugungsunfähigkeit des Mannes geht.

Die DNA-Analyse

Die DNA-Analyse untersucht Probleme mit einzelnen Genen in Deiner DNA und gibt Dir genauere Informationen darüber, welches Gen für welche Funktion verantwortlich ist und ob es natürlich wirkt. Menschen haben eine Vielzahl von Genen, die in gewisser Weise mit der Fertilität in Zusammenhang stehen, und es werden ständig neue Forschungen über ihre Funktionen durchgeführt.

fruchtbarkeitstest mannVerschiedene Gene beeinflussen verschiedene Bereiche der Fruchtbarkeit. TAS2R60 zum Beispiel ist ein Gen, von dem angenommen wird, dass es eine wichtige Rolle dabei spielt, dass Spermien das Ei finden. Während ID3 für die Embryoentwicklung wichtig ist.

DNA-Fragmentierung

Ein weiteres Problem, welches innerhalb der Genetik auftreten kann, ist – das zeigen immer wieder Statistiken und Erfahrungsberichte – die sogenannte DNA-Fragmentierung. Dabei kann die Spermien-DNA beschädigte oder gebrochene DNA-Fragmente aufweisen, die wiederum der Grund für Deine Unfruchtbarkeit sein könnten. Die nicht unproblematischen „DNA-Fragmentierungen“ werden tatsächlich bei 5 Prozent aller unfruchtbaren Männer mit normaler Samenanalyse und 25 Prozent aller unfruchtbaren Männer mit abnormaler Samenanalyse gefunden.

Weniger häufig verwendete Test-Optionen

Neben einer medizinischen Bewertung, einer Samen-Analyse und DNA-Tests gibt es nur sehr wenige Untersuchungen zur Fruchtbarkeit, die regelmäßig durchgeführt werden. Dazu gehört die Suche nach spezifischen Anti-Körpern, die sich an die Spermien heften, diese auf ihrem Weg zum Ei behindern, das Spermien zusammenklumpen lassen oder dessen Eindringen in die Eizelle verhindern.

Fazit

Wir hoffen dir eine Übersicht über die gängigsten möglichen Testmethoden gegeben zu haben. Wir empfehlen als ersten Schritt den anonymen Test zu hause. Ist dieser negativ, solltest du dich nicht abschrecken lassen. Geh zum Urologen und lass dich genau untersuchen. Womöglich liegt die Ursache auch ganz wo anders. Professionelle Hilfe ist in diesem Fall anzuraten.

 

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